Gemeinsam für den Artenschutz mit dem „Artenschutzeuro“

Zu seinem 70. Jubiläum führt der Tierpark Nordhorn den „Artenschutzeuro“ ein. Hierdurch können die Anstrengungen um den Schutz der Tiere und ihrer Lebensräume weiter intensiviert werden. Schon jetzt engagiert sich der Tierpark international, vor allem aber als regionales Arten- und Naturschutzzentrum intensiv um den Artenschutz. Projekte wie der Schutz des stark bedrohten Hochmoores, der seltenen Wacholderheiden oder dem einmaligen Bentheimer Hutewald sind nur wenige Beispiele für die vielfältigen Aufgaben. Darüber hinaus sollen mit dem Artenschutzeuro auch Forschung und Bildung verstärkt werden, um insbesondere Kinder für den Erhalt ihrer Umwelt zu begeistern.

Erfreulicherweise können wir entgegen der allgemeinen Kostensteigerung unsere eigentlichen Eintrittspreise 2020 stabil halten, so dass lediglich der „Artenschutzeuro“ zusätzlich zum bisherigen Eintritt fällig wird.

Durch den Ressourcenverbrauch, den jeder Mensch zwangsläufig verursacht, ist er Teil globaler Zusammenhänge und trägt daher eine Verantwortung für sein Handeln. Der Verbrauch der Menschen ist größer als die Erde Ressourcen hat, er lebt über seine Verhältnisse. Neben dem Ressourcenverbrauch und dem Klimawandel ist der Schwund der Arten eine der großen Bedrohungen für unseren Planeten. Immer mehr Lebensräume und Tiere verschwinden unwiederbringlich von unserer Erde. Mit dem Artenschutzeuro leistet jeder Besucher einen Beitrag, dieser Entwicklung entgegen zu steuern.

Jeder Besucher ist mit verantwortlich für den Schutz unserer Tiere und Lebensräume. Gemeinsam können wir mehr erreichen!

Mit dem Artenschutzeuro können die Bemühungen des Tierpark Nordhorn zum Schutz und Erhalt der Tiere und deren Lebensräumen deutlich ausgeweitet werden.

Schwerpunkte dieser Artenschutzarbeit sind:

Internationaler Artenschutz

Regionaler Artenschutz

Bildung

Forschung

 

Zoos und Artenschutz

Neben Bildung, Forschung, Freizeit ist Arten- und Naturschutz eine der vier Hauptaufgaben von Zoos. Mit großem Aufwand setzen sie sich für den Erhalt von Tieren und deren Lebensräumen ein.

Die in Zoos gehaltenen Tiere werden durch europaweit koordinierte Zuchtprogramme wie die Europäischen Erhaltungszuchtprogramme (EEPs)  gemanaget. Durch die gemeinsame Mitwirkung aller Zoos können so stabile Erhaltungspopulationen bedrohter Arten aufgebaut werden. Angesichts des rasanten Schwundes der natürlichen Heimat kann nur durch den Aufbau sogenannter „Reservepopulationen“ der Bestand vieler Arten gesichert werden und Tiere für Auswilderungsprojekte bereitgestellt werden.

Verschiedene Tierarten konnten nur Dank der Zoos vor der Ausrottung gerettet werden:

Rotwolf (Canis rufus)
Schwarzfussiltis (Mustela nigripes)
Przewalskipferd (Equus przewalskii)
Miluhirsch (Elaphurus davidianus)
Wisent (Bison bonasus)
Mhorrgazelle (Gazella dama mhorr)
Saudi-Gazelle (Gazella saudiya)
Arabische Oryx (Oryx leucoryx)
Säbelantilope (Oryx dammah)