Tiere am Vechtehof

Die beiden historischen Vechtehof-Gebäude sind eine der Hauptattraktionen des Zoos und beherbergen zahlreiche vom Aussterben bedrohte Haustierrassen.

Sie möchten den Tierpark unterstützen und eine Tierpatenschaft abschließen? Dann schauen Sie gerne in unserem Onlineshop vorbei. 

Buntes Bentheimer Schwein

Bunte Bentheimer Schweine wurden in den 70er Jahren nur noch von einem einzigen Züchter gehalten. Quasi in letzter Minute fanden sich Interessenten für die Rasse. Im Jahre 2003 wurde im Tierpark Nordhorn der “Verein zur Erhaltung des Bunten Bentheimer Schweins e.V.” gegründet. Im Tierpark wartet der Nachwuchs der Schweine in einem eigenen „Ferkelstreichelzoo“ auf Streicheleinheiten.

 

Bentheimer Landschaf

Die Grafschaft Bentheim war auch für diese Rasse namengebend. Das robuste, anspruchslose Bentheimer Schaf wurde bis in die 50er Jahre vor allem zur Beweidung von Heideflächen eingesetzt. Mit dem Verschwinden der Landschaften geriet auch das Schaf in Vergessenheit. 1970 gab es nur noch 50 eingetragene Herdbuchtiere. Der Tierpark beweidet mit dem Großteil seiner Herde die von ihm betreuten Naturschutzgebiete.

 

Jakobsschaf

Der Name “Jakobsschaf” kommt daher, dass nach dem Alten Testament (1, Mose 30 ff.) Jakob, der Sohn Isaaks und Enkel Abrahams, als Lohn für seine Tätigkeit als Schäfer alle anfallenden gefleckten und bunten Lämmer behalten durfte und dadurch ein reicher Mann wurde. Gehalten wird diese Rasse in England bereits seit Jahrhunderten.
Sowohl die weiblichen als auch die männlichen Tiere tragen zwei bis sechs (meistens aber 4) Hörner. Das Vlies besteht aus feinen, schlichten Wollfasern und wenigen, gleichgefärbten Kurz- oder Stichelhaaren. Die Wolle ist gut spinnfähig.

 

Zackelschaf

Diese Schafrasse stammt ursprünglich aus Ungarn und ist heute als stark gefährdet eingestuft. Sowohl die weiblichen als auch die männlichen Tiere tragen V-förmige korkenzieherartige Hörner. Die Mischwolle des Vlieses ist in Körpernähe verfilzt und hängt in langen Locken herab.

 

Poitou Esel

Die Riesen unter den Eseln sind die Poitou-Esel aus der gleichnamigen Landschaft im Westen Frankreichs. Sie wurden früher zur Kreuzung mit Pferden zur Züchtung besonders kräftiger Maultiere verwendet. Seitdem Maultiere durch Maschinen ersetzt werden, schwindet auch das Interesse an diesen Eseln. Heute bemüht sich ein eigener Züchterverband, dem auch der Nordhorner Zoo angehört, um den Erhalt dieses imposanten Haustieres.

 

Schwarzbuntes Niederungsrind

Das Altdeutsche Schwarzbunte Niederungsrind ist eine alte, regionale Rinderrasse, die früher häufig zur Milch- und Fleischgewinnung gezüchtet wurde. Die altdeutschen Schwarzbunten sind echte Raritäten, deren Bestand stark gefährdet ist. Ihr Vorkommen ist fast so selten, wie das der Sibirischen Tiger – nur noch 60 Zuchttiere gibt es weltweit.

 

Galloway Rind

Das Galloway-Rind ist eine für die ganzjährige Freilandhaltung geeignete hornlose und robuste Rasse aus Südwest-Schottland. Die kleine Tierparkherde weidet in den Monaten April bis November im Bentheimer Hute- und Schneitelwald. Hier findet die alte Nutzungsform des Waldes nach historischem Vorbild statt.

 

Lakenvelder Rind

Das Lakenvelder Rind ist eine seltene Rinderrasse aus den Niederlanden. Die Tiere sind überwiegend schwarz gefärbt mit einem breiten weißen Band (Gurt) in der Mitte. Nur etwa ein Viertel der Tiere sind rotbraun gefärbt und haben ebenfalls den charakteristischen weißen Gurt.

 

Niederländische Landziege

Die Niederländische Landziege ist eine besonders widerstandsfähige Rasse die in den Niederlanden gezüchtet wurde. Die Tiere werden ebenfalls zur Beweidung im Hute- und Schneitelwald eingesetzt. Dort fressen sie den jungen Baumaufwuchs und sogar Brombeeren und Binsen.

 

Cröllwitzer Pute

Die relativ leichten Cröllwitzer Puten sind nach der staatlichen Geflügelzuchtanstalt in Halle-Cröllwitz benannt. Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen führt sie auf ihrer Roten Liste. Sie sind sehr robust und wetterfest und daher gut für die Freilandhaltung geeignet

 

Bronzepute

Die Bronzepute gilt als stark gefährdete Rasse und stammt ursprünglich aus Nord- und Mittelamerika. Sie ist dem Wildtruthuhn sehr ähnlich. Ihr schönen, schwarzen Federn schillern regenbogenartig.

 

Twentse Landgans

Die bunt gezeichneten Twentsen Landgänse stammen aus den Niederlanden. Sie sind eine Landrasse, die ohne das Interesse von Haustierfreunden wohl ebenfalls verschwinden würde. Der Tierpark beteiligt sich an dem niederländischen Erhaltungszuchtprojekt.

 

Kraienkopp

Der Tierpark Nordhorn kümmert sich in Zusammenarbeit mit dem Geflügelzüchterverein Nordhorn um eine alte Hühnerrasse, die bei uns in der Region entstanden ist. Johann Wieking, Lehrer aus Nordhorn-Brandlecht nahm sich dieser Rasse 1921 an. Unsere Kraienköppe haben tagsüber meistens Freigang am Vechtehof.

 

Gelderse Slenk

Extrem selten sind die Gelderse Slenken, eine Niederländische Taubenrasse, die früher auch häufig in der Grafschaft Bentheim gehalten wurde.
Es sind mittelgroße Tauben mit aufgerichteter Haltung. Im Flug schlagen sie die Flügel oben und unten laut klatschend gegeneinander.

 

Riesenschecke

In einem Streichelgehege am Vechtehof leben die Deutschen Riesenschecken. Die Kaninchenrasse entstand um 1900 im Rheinland aus ähnlich gezeichneten Belgischen Landkaninchen. Sie wiegen über sechs Kilogramm und sind in der Regel schwarz-weiß gezeichnet.

Krummschnabelente

Auf der Wiese am Heuerhaus lebt eine Entenrasse mit einem namengebenden, auffällig gekrümmten Schnabel. Nach alten Aufzeichnungen wurden die Krummschnabelenten aus den nordholländischen Weißlatzenten gezüchtet und in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts nach Deutschland gebracht.

 

Weißstorch

Auf dem Dach des Vechtehof-Stallgebäudes befindet sich ein Storchennest. Hier haben die Elterntiere schon mehrere Jahre erfolgreich Junge großgezogen. Der Großteil der Tiere zieht am Ende des Sommers in die Überwinterungsgebiete. Das weibliche Tier ist sesshaft und auch im Winter zu beobachten.

 

Mäusehaus

Kein echter Bauernhof ohne Mäuse. In der Nähe des Vechtehofes bewohnen die possierlichen Farbmäuse ein eigenes kleines Häuschen. Von den Pflegern liebevoll eingerichtet kann man hier einen guten Einblick in das Leben einer Mäuse-Großfamilie bekommen.