„Goldene Schnauze“ als Ehrung überreicht.
Ein besonderer Sponsorenlauf zugunsten der Bunten Bentheimer Schweine fand am 25. April 2026 seinen feierlichen Abschluss im Tierpark Nordhorn. Teresa und Peter Rahder aus Heusden-Asten (Niederlande) hatten sich gemeinsam mit ihrem Hund auf den 200 km langen Weg gemacht und waren über zwei Wochen hinweg bis in die Grafschaft Bentheim gelaufen – in die Heimat dieser seltenen Schweinerasse.
Mit ihrem Lauf sammelte das Ehepaar Spenden für die Verbesserung der Haltungsbedingungen ihrer eigenen Bunten Bentheimer Schweine. Ziel ist es, den Tieren künftig einen täglichen Auslauf im Freien zu ermöglichen. Die Familie Rahder hält derzeit einen Eber, drei Sauen sowie rund 30 Mastschweine und verarbeitet seit 2009 sämtliche Produkte auf ihrem Hof selbst.
Am letzten Tag ihres Sponsorenlaufs wurden Teresa und Peter Rahder von Remi Hoeve begleitet. Hoeve gilt als einer der Wegbereiter der Bunten Bentheimer Schweine in den Niederlanden. Auch die ersten Tiere der Familie Rahder – der Eber „Hans Wurst“ und die Sau „Okki“ – haben sie von ihm bekommen.
Im Tierpark Nordhorn wurden die Eheleute von der Marketingmitarbeiterin Svenja Heymann begrüßt. Ebenfalls zur Begrüßung erschienen waren der 1. Vorsitzende des Vereins zur Erhaltung des Bunten Bentheimer Schweines, Hubert Wahoff, und sein Vorstandskollege Lambertus Arends. Im Ferkelstreichelzoo am Vechtehof überreichten die Rahders dem Zoo eine eigens angefertigte „Goldene Schnauze“ sowie eine Urkunde. Diese Auszeichnung erinnert an den kürzlich verstorbenen Züchter und Retter der Bunten Bentheimer Schweine, Gerhard Schulte-Bernd, der maßgeblich zum Erhalt dieser traditionsreichen Nutztierrasse beigetragen hat.
Die Ehrung wurde bewusst im Tierpark Nordhorn vorgenommen, der sich seit vielen Jahren für den Erhalt alter und gefährdeter Haustierrassen engagiert und Gründungsort des „Vereins zur Erhaltung der Bunten Bentheimer Schweine“ ist. Die „Goldene Schnauze“ soll dort als Dauerleihgabe an das Lebenswerk von Gerhard Schulte-Bernd erinnern und gleichzeitig auf die Bedeutung nachhaltiger Landwirtschaft und den Erhalt genetischer Vielfalt aufmerksam machen.