Von Ina Deiting für GN Kinderseite vom 08.09.2026.

Direkt angrenzend an den großen Erlebnisspielplatz in unserem Zoo gibt es eine große Anlage, auf der einige Afrikanische Tierarten in einer lockeren Gemeinschaft leben. Die wohl auffälligsten Tiere sind die schwarz-weiß gestreiften Böhm-Steppenzebras. Recht quirlig und meist gemeinsam unterwegs ist die Gruppe Helmperlhühner, die immer auf der Suche nach Futter über die Anlage streift. Eher majestätisch kommen die beiden Marabus daher. Diese große Vogelart ist eng mit den Weißstörchen verwandt, ernährt sich aber wie die Geier von Aas. Ein weiteres Säugetier komplettiert die Wohngemeinschaft auf der Afrika-Anlage – es handelt sich um eine bedrohte Antilopenart mit einem komplizierten Namen. Die Kafue-Litschi-Wasserböcke stammen aus dem südlichen Afrika, wo sie in feuchten Gebieten wie Sümpfen und an Flussufern leben. Ihr Name „Litschi“ stammt aus der Region, in der diese Tiere ursprünglich gefunden wurden. Die Antilopen sind besonders gut an das Leben in feuchten Gebieten angepasst, wo sie sich in dichtem Gras verstecken können. Hier sind sie gut getarnt, denn ihr Fell ist einheitlich braun, ohne auffällige weiße Flecken.

Leider sind die Wasserböcke heute in ihrer Heimat stark bedroht. Vor 100 Jahren gab es noch mehr als 250.000, heute sind es weniger als 20.000, und die Zahl geht immer weiter zurück. Ihr fragt euch sicher warum das so ist. Häufig gibt es verschiedene Gründe. In diesem Fall sind es die Jagd auf die Tiere und der Verlust ihres Lebensraums – beides, wie leider so oft, von uns Menschen verursacht.

Damit die Zahl der Tiere nicht weiter so dramatisch abnimmt, setzen sich Zoos wie wir für den Erhalt dieser Tiere ein. Ein spezielles Zuchtprogramm wurde entwickelt, um die Tierart in menschlicher Obhut zu erhalten. Und so hat es uns natürlich besonders gefreut, als am 24. August ein kleines Wasserbock-Weibchen auf die Welt gekommen ist. Ihr könnt das süße Jungtier mit der herzförmigen Nase zusammen mit dem stattlichen Männchen „Ringo“ mit seinen langen Hörnern und den drei Weibchen täglich von 9 bis 19 Uhr besuchen. Vielleicht entdeckt ihr das Jungtier ja zwischen den vielen verschiedenen Tieren auf unserer Afrika-Anlage.