Dezember 2025 – Deutsche Dendrologische Gesellschaft (DDG), Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim und Untere Naturschutzbehörde pflanzen Baum des Jahres 2025.

Es ist inzwischen eine sehr willkommene Tradition zum Ende eines jeden Jahres. Bereits zum sechsten Mal hat die Regionalgruppe Emsland-Grafschaft Bentheim der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft (DDG) nun einen „Baum des Jahres“ am Baumpfad des Nordhorner Tierparks gepflanzt. Baumspender in diesem Jahr ist die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim in Kooperation mit der Unteren Naturschutzbehörde. Der Geschäftsführer der Stiftung, Paul Uphaus, und Roberto Goncalves, Leiter der Abteilung Umwelt des Landkreises Grafschaft Bentheim, pflanzten zusammen mit Zoodirektor Dr. Nils Kramer, Johanna Feldmann von der regionalen DDG-Gruppe und dem Garten- und Landschaftsbaumeister des Zoos, Jörg Zwafink, eine Amerikanische Roteiche in die Erde.

„Wir freuen uns, den Besuchern mit der Roteiche nun bereits den sechsten „Baum des Jahres“ an unserem kleinen Baumlehrpfad zeigen zu können,“ so Tierparkdirektor Dr. Nils Kramer. „Ich bin sehr froh über die Verbindung mit der regionalen DDG-Gruppe und wünsche mir, dass diese Pflanzaktionen noch über Jahre weitergeführt werden können!“

Um die Zoobesucher auf die „Bäume des Jahres“ hinzuweisen, werden entsprechende Schilder an den gespendeten Bäumen angebracht. In diesem Jahr nahm stellvertretend für die Sprecherin der
Regionalgruppe der DDG, Ulla Feldmann, ihre Enkeltochter Johanna an der Baumpflanzaktion teil. Die junge Frau wohnt in Emsbüren und studiert im 6. Semester Forstbotanik an der Universität Göttingen. Sie zeigte sich sehr erfreut über die Bildungsarbeit des Zoos an dieser Stelle:

„Der Tierpark wird vor allem von Familien und Schulklassen stark besucht. So wird der „Baumlehrpfad“ sicher auf Interesse stoßen und hoffentlich zur Verbreitung der aus gutem Grund ausgewählten Baumarten sorgen!“

„Ich freue mich sehr, dass wir als Abteilung Umwelt gemeinsam mit der Naturschutzstiftung den Baum des Jahres 2025 hier im Tierpark unterstützen können“, erklärt Roberto Goncalves, Leiter der Abteilung Umwelt des Landkreises Grafschaft Bentheim. „Die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels stellen unsere Wälder vor große Herausforderungen. Mit gezielten Pflanzungen möchten wir ein Zeichen setzen und gleichzeitig darauf aufmerksam machen, wie wichtig klimaresiliente Baumarten für die Zukunft unserer Region sind.“

„Auch im kommenden Jahr stehen wir als Baumpaten für den Baum des Jahres 2026, die Zitterpappel, bereit“ ergänzt der Geschäftsführer der Naturschutzstiftung Paul Uphaus. Wir freuen uns mit dem Beitrag eine gute Tradition hier am Baumpfad im Tierpark fortzuführen und so auf die Bedeutung von Wäldern im Klimawandel hinweisen zu können.“

Fit für dem Klimawandel
Die Amerikanische Roteiche (Quercus rubra), auch Amerikanische Spitzeiche genannt, besticht im Herbst durch eine intensive Laubfärbung und bringt somit ein wenig „Indian-Summer-Feeling“ in unsere Landschaft. Aber nicht nur ihr hübsches Herbstlaub macht die Roteiche so besonders. Dank ihrer robusten Wuchsform und der Fähigkeit, auch in wechselhaften klimatischen Bedingungen zu wachsen, ist die Amerikanische Roteiche besonders gut geeignet, sich an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen. Sie wird daher in Zukunft eine wichtige Rolle in der nachhaltigen Bewirtschaftung spielen.

Ein kurzes Portrait
Die Amerikanische Roteiche ist ursprünglich in den östlichen und zentralen Vereinigten Staaten sowie in Teilen Kanadas heimisch. Nach Europa kam sie Anfang des 18. Jahrhunderts. Roteichen zeichnen sich durch ihre hohe Wuchsleistung aus und erreichen Wuchshöhen von bis zu 35 m. Sie sind schädlingsresistenter als heimische Eichenarten und fühlen sich auch im
städtischen Klima wohl. In den auf sandigen Böden stehenden Kiefernkulturen sollen sogenannte Feuerriegel das flächige Waldbrandrisiko mindern. Diese Feuerriegel werden mit Roteichen bepflanzt, da ihr Laub schwer entzündlich ist, wodurch ein Ausbreiten von Flammen über die Baumkronen eingeschränkt werden kann. Gleichzeitig kann die Roteiche nach einer Schädigung durch Feuer schnell wieder austreiben, was sie wertvoll für die Wiederbewaldung nach einem Feuer macht. Durch diese positiven Eigenschaften und vor dem Hintergrund
klimawandelbedingter Umweltveränderungen könnte die Roteiche als Teil klimarobuster Baumartenmischungen also künftig eine wichtige Rolle spielen