Wacholderhain Bardel

Lange Jahre wurde der Wacholderhain am Kloster Bardel genutzt. Während dieser Zeit konnte sich eine blühende und artenreiche Wacholderheide entwickeln. Durch die fehlende Nutzung drohte der Wacholderhain in den letzten Jahren komplett zu verschwinden. Einheimische Bäume konnte die volle Größe erreichen, durch ihren Schattenwurf starben Wacholder und Heide darunter ab. Rasant beschleunigt wurde dieser Prozess in den letzten Jahren durch das massive Wachstum der spätblühenden Traubenkirsche. Dieser Neophyt aus Amerika ließ Wacholder und Heide keine Chance.

In letzter Minute konnte nun ein Projekt zur Rettung dieses regionaltypischen Kultur- und Lebensraumes durchgeführt werden. Die Projektbeteiligten wie Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim, Kloster und Missionsgymnasium Bardel  und der Tierpark Nordhorn haben seit dem Jahr 2013 verschiedene Pflegemaßnahmen durchgeführt. Vor allem durch die Entfernung der spätblühenden Traubenkirsche und die Abtragung des Oberbodens bis auf die mineralische Schicht erlaubt es der Heide, sich in den kommenden Jahren zu erholen und wieder zu einer der seltenen und umso wertvolleren Wacholderheideinseln in der Region zu werden.

Durch die Beweidung der Flächen mit den Bentheimer Landschafen, niederländischen Landziegen und Rindern des Tierpark Nordhorns wird die alte Nutzungs- und Entstehungsform der Heide wiederbelebt. Pflanzen und Tiere haben die Chance hier wieder Fuß zu fassen. Ein wertvoller Beitrag zum Erhalt der bedrohten Arten.

Die Arbeit des Tierparks und der Naturraum vor Ort werden durch das ansässige Missionsgymnasium aktiv in den Schulalltag mit einbezogen. Als Naherholungsgebiet hat diese Landschaft zudem einen hohen Wert um Aufmerksamkeit für die Wichtigkeit des Artenschutzes zu erreichen.

Eine Zusammenfassung unserer Arten- und Naturschutzaktivitäten zum Ausdrucken finden Sie hier

 

 

Fotos: Franz Frieling