... der kann im Tierpark Nordhorn mit seinen über 1000 kleinen und großen Stars aus 90 Arten immer etwas erleben - und weil glückliche Tiere genauso unternehmungslustig sind wie glückliche Menschen, gibt es dabei auch ständig neues zu bestaunen. Vom Affen bis zum Zebra gilt: Nur live ist live.
... der findet hier noch viele interessante Informationen rund um die Tiere im Tierpark Nordhorn:
Das Wappentier des Tierparks ist der imposante und seltene Waldbison. Nur ein kleiner Bestand hat in Nordamerika überleben können. Auch in Zoos sind Waldbisons sehr selten. In Deutschland findet man sie in Berlin-Friedrichsfelde und München Hellabrunn.
Die Nordhorner Gruppe besteht derzeit aus drei Kühen und einem Bullen. Erna, Kioma, NuPa und Wahukheza sind u.a. Geschenke der Zoos Leipzig, Tierpark Berlin sowie des Zoo Emmen.
Ebenfalls in Nordamerika beheimatet sind die Schwarzschwanz-Präriehunde. Es sind gesellige Tiere, die mit ihren Familienverbänden in großen Kolonien zusammenleben. Ihren Namen haben sie aufgrund ihres bellenden Warnrufes. Präriehunde gehören zu den Nagetieren und sind mit den Murmeltieren verwandt.
Eine gelungene Vergesellschaftung ist die Gemeinschaftshaltung von Mittelamerikanische Agutis und Totenkopfaffen. Während die munteren Affen gleich ihre Anhänger finden, führen die Agutis in der Aufmerksamkeit der Besucher eher ein Schattendasein. Das liegt wohl daran, dass diese Tiere meist als große Ratten ohne Schwanz angesehen werden. Tatsächlich aber handelt es sich bei diesen Tieren um Meerschweinchenverwandte aus den Wäldern Südamerikas. Sie leben von Früchten und Sämereien. Ihre starken Nagezähne überwinden die harte Schale einer Paranuss mit Leichtigkeit. Sowohl bei den Totenkopfaffen als auch bei den Agutis stellt sich jedes Jahr zahlreicher Nachwuchs ein.
Äußerst beeindruckend, nicht nur für Kinder sind die majestätischen Gänsegeier. Sie leben in einer großen Felsanlage zusammen mit Sibirischen Steinböcken. Diese Art der Vergesellschaftung ist bislang nur aus dem Phönix Zoo in Amerika bekannt. 2002 wurde der Tierpark vom Berufsverband der
Zootierpfleger für diese rundum gelungene Anlage mit dem sogenannten Zoo-Oscar, dem BdZ - Bieber ausgezeichnet.
Der Afrika-Marabu gehört zu den Störchen und ist weit über Afrika südlich der Sahara verbreitet. Man nennt ihn auch "König der Geier". Er kann eine Flügelspannweite von bis zu 3m erreichen und lebt ebenso wie die Geier von Aas. Der große Beutel unter der Kehle ist wohl sein auffallenstes Merkmal. Der Tierpark hat zwei Paare, die zusammen mit Straußen und Böhm-Steppenzebras auf der großen Afrika-Anlage leben. Sie lassen sich vor allem in den Morgenstunden hervorragend am dortigen Tümpel ganz aus der Nähe beobachten.
Spass am Spiel haben die Seehunde Didi, Rita und Max. Bei den zwei mal täglich stattfindenden Schaufütterungen kann man sich gut ein Bild davon machen. Die gelehrigen Tiere absolvieren ihre Dressurübungen mit Leichtigkeit und "erfinden" nicht selten selbst neue hinzu. Wenn es um Fisch geht sind sie meisterhafte Strategen. Die Dressur dient jedoch nicht nur der spielerischen Beschäftigung der Tiere. Sie hilft medizinische Untersuchungen an den Tieren vornehmen zu können ohne ihnen dabei Stress zu bereiten. Auch ein täglicher Routine -Check up lässt sich auf diese Weise ganz ungezwungen durchführen.
Die Schimpansen Sunny, Nancy, Biene und Lomela bilden eine richtige Gemeinschaft. Ihr Zusammenleben hat oft verblüffende Ähnlichkeit mit dem unsrigen. Sicherlich einer der Gründe, warum uns Schimpansen so sympathisch sind. Umso erschreckender ist die Tatsache, dass diesen Tieren und vielen anderen Arten im Zuge des illegalen Fleischhandels, als sogenanntes Bushmeat das Aus droht.
Ebenfalls von der Ausrottung bedroht sind die Nordpersischen Leoparden. Sie sind so selten geworden, dass jede Nachzucht in einem Zoo von besonderer Bedeutung ist. Für diese Art gibt es eigens ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP), dessen Zuchtbuch vom Allwetterzoo Münster geführt wird. Die Nordhorner Leoparden stammen aus Münster und vertreten eine besonders seltene und damit wichtige Blutlinie. Umso erfreulicher war die Geburt zweier Jungtiere in 2002 und 2003. Es sind die ersten erfolgreich aufgezogene Jungtiere im Tierpark Nordhorn.
In der Grafschaft Bentheim gibt es sogar noch eine regionale Rasse, die den Namen in die Welt trägt: Bentheimer Landschafe